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Währungsrisiken bei grenzüberschreitenden Portfolios absichern
Wann FX-Hedging bei Aktien- und Rohstoffpositionen einen Mehrwert bringt – und wann es nur Kosten verursacht.
2026-01-22 · Research-Team
Inhaltsverzeichnis
- 01Wer ausländische Vermögenswerte hält, hält damit auch eine i…
- 02Dieser Beitrag geht auf Absicherungsquoten, Rollover-Kosten…
- 03Rollover-Kosten spielen eine größere Rolle, als vielen bewus…
- 04Es gibt auch Fälle, in denen sich der zusätzliche Aufwand fü…
- 05Der Entscheidungsrahmen ist einfach: das Exposure quantifizi…
Wer ausländische Vermögenswerte hält, hält damit auch eine implizite Währungsposition – ob beabsichtigt oder nicht. Ein in Euro erworbenes Portfolio US-amerikanischer Aktien ist dem Euro-Dollar-Wechselkurs genauso ausgesetzt wie dem S&P 500. Dieses Risiko zu ignorieren lässt es nicht verschwinden, es überlässt die Rendite lediglich dem Zufall.
Dieser Beitrag geht auf Absicherungsquoten, Rollover-Kosten und die Fälle ein, in denen ein ungesichertes Exposure die günstigere Entscheidung ist. Eine vollständige Absicherung beseitigt das Währungsrisiko, nimmt aber auch die Chance auf Währungsgewinne. Eine Teilabsicherung erhält etwas Beteiligung, während sie die Volatilität senkt. Die richtige Quote hängt von der Markteinschätzung des Anlegers, dem Anlagehorizont und der Toleranz gegenüber zweistelligen Schwankungen ab.
Rollover-Kosten spielen eine größere Rolle, als vielen bewusst ist. Terminpunkte und Finanzierungskosten summieren sich über Monate und Jahre. Eine Absicherung, die heute günstig erscheint, kann bei mehrfachem Rollover teuer werden. Wir empfehlen Kunden, die Gesamtkosten über die geplante Haltedauer zu modellieren, statt sich nur auf den Einstiegs-Spread zu konzentrieren.
Es gibt auch Fälle, in denen sich der zusätzliche Aufwand für eine Absicherung nicht lohnt. Eine kleine, langfristige Position in einem stabilen Währungspaar rechtfertigt möglicherweise nicht den operativen Mehraufwand. Ein Trader mit einer starken Richtungsmeinung zum zugrunde liegenden Vermögenswert bevorzugt es unter Umständen, das Währungsrauschen zu akzeptieren, statt potenziellen Ertrag abzugeben.
Der Entscheidungsrahmen ist einfach: das Exposure quantifizieren, die Absicherungskosten schätzen, sie mit der erwarteten Volatilität des Exposures vergleichen und entscheiden, ob der Schutz den Preis wert ist. Liegen die Zahlen nah beieinander, bevorzugen wir meist die einfachere Lösung. Eine leicht unvollkommene Absicherung, die tatsächlich beibehalten wird, schlägt eine theoretisch perfekte Absicherung, die nach dem ersten Rollover aufgegeben wird.